| Gedenkorte lesbisch-schwuler Geschichte in Hamburg | ||
| - Erinnerungsmale im öffentlichen Raum - | ||
| Stolpersteine in Hamburg | ||
| Im Rahmen der Aktion Stolpersteine, die an die Ermordung der Menschen im Nationalsozialismus und an deren letzten Wohnort erinnert, hat der Verein freundschaften die ersten Steine die für schwule und lesbische NS-Opfer verlegen lassen. | ||
| Stolperstein für Heinrich Erich
Starke (1901-1942) Heider Str. 6 |
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| Stolpersteine für Heinrich
Habitz / Liddy Bacroff (1908-1943) Simon-von-Utrecht-Straße / Höhe Einmündung Rendsburger Straße |
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| Stolperstein für Rudolf Müller
(1913-1944) Eichholz (Wendekehre am Ende der Strasse, hinter der finnischen und der norwegischen Seemannskirche) |
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| Stolperstein für Mary Pünjer (1904-1942) | ||
| Die Akten der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Hamburg wurden zu einem erheblichen Teil in den Jahren von 1990 bis 1996 im Auftrag des Hamburger Staatsarchivs vernichtet. Erst nach massiven nationalen und internationalen Protesten wurde die Vernichtung dieser wichtigen Quellen aus der Nazi-Zeit gestoppt. | ||
| Denunziationen aus der Bevölkerung machen einen erheblichen Teil der Gründe aus, wie Männer begehrende Männer in die Hände des Verfolgungsapparates gerieten. Viele wurden durch Bekannte, Nachbarn, Arbeitskollegen aber auch Familienmitglieder denunziert. Die eigene Ermittlungstätigkeit der Polizei machte nur einen geringen Teil aus. Ohne die aktive Mithilfe der Bevölkerung wäre die Verfolgung wesentlich uneffektiver gewesen. Dies gilt nicht nur für Homosexuelle, sondern auch für andere im Nazi-Staat verfolgte Gruppen. | ||
| Sexualkontakte zwischen Frauen waren in Deutschland nicht strafbar, doch wurden auch Frauen begehrende Frauen Opfer von Propaganda, Denunziationen, Strafverfolgung und Internierung. | ||
| Denunziationen betrafen oft Frauen, die in einem frauenspezifischen oder frauendominierten Raum lebten oder arbeiteten, wie Erzieherinnen oder Krankenschwestern. Die Denunziationen zeigen eine blühende Phantasie über "lesbische Orgien", die von den Polizisten oft geteilt wurden. | ||
| Frauen begehrende Frauen wurden in Psychiatrien und auch in Konzentrationslagern interniert - sie zählten dort häufig zur Häftlingsgruppe der "Asozialen". Doch gab es auch unter den Frauen, die aufgrund anderer Unrechtsparagraphen in Konzentrationslagern interniert waren, Frauen begehrenden Frauen. | ||
| Mehr Infos zu dem Projekt Stolpersteine www.stolpersteine.com | ||